Island im Januar: Wetter, Aktivitäten und Reisetipps

· 3 min read Practical
Gletscher neben einem Gewässer bei Jökulsárlón in Island - Januar-Bedingungen

Januar ist der dunkelste und kälteste Monat auf Island – und gleichzeitig die Hochsaison für Nordlichter und Eishöhlen-Touren. Wer die Polarlandschaft in ihrer extremsten Form erleben möchte und keine langen Tagesausflüge braucht, findet im Januar ideale Bedingungen.

Wetter im Januar

Temperaturen: -5 bis 2°C in Reykjavík. Im Hochland -15 bis -25°C möglich.

Januar ist durchschnittlich der kälteste Monat des Jahres, aber nicht zwingend der schneereiche – Island am Atlantik hat oft mäßige Temperaturen für seine Breitenlage. Arktische Kältephasen sind möglich, besonders wenn Polarluft nach Süden strömt.

Tageslicht: Anfang Januar ca. 4,5 Stunden, Ende Januar ca. 6,5 Stunden in Reykjavík. Nördliche Landesteile haben noch weniger Tageslicht.

Stürme: Januar ist sturmreich. Die isländische Meteorologiebehörde gibt regelmäßig Orange- oder Rot-Warnungen heraus. Reisepläne müssen flexibel sein.

Nordlichter im Januar

Januar bietet die längsten Dunkelheitsfenster des Jahres – und damit die meisten potenziellen Aurora-Stunden. Zwischen 16:00 und 10:00 Uhr ist es dunkel genug für Nordlichter.

Gute Beobachtungsstandorte:

  • Þingvellir (Thingvellir) National Park (40 km von Reykjavík)
  • Grundarfjörður (Snæfellsnes-Halbinsel) mit Kirkjufell-Berg
  • Sólheimasandur (Schwarze Sandstrände der Südküste)
  • Jökulsárlón (Gletscherlagune) – spektakuläre Aurora-Spiegelung

Bustouren: Organisierte Nordlichter-Touren ab Reykjavík kosten ISK 8.900–15.000 pro Person für 3–4 Stunden. Guides fahren in Echtzeit zu klarem Himmel.

Eishöhlen im Januar

Die Vatnajökull-Eishöhlen sind im Januar in Bestform. Die tiefblauen Kristallformationen zeigen sich am schärfsten in den winterlichsten Bedingungen.

Buchung im Voraus notwendig: Dezember und Januar sind die beliebtesten Monate – Touren sind oft Wochen im Voraus ausgebucht. Buchung 2–4 Monate vor Reise empfohlen.

Zugang: Basiscamp in der Nähe von Jökulsárlón. Die Fahrt vom Süden (Reykjavík) dauert ca. 5 Stunden.

Aktivitäten im Januar

Besonders geeignet:

  • Eishöhlen-Touren (Vatnajökull, Mýrdalsjökull)
  • Schneemobil-Touren auf Gletschern
  • Nordlichter-Touren
  • Huskyschlittentouren (Þórsmörk, Norðurland)
  • Jökulsárlón-Besuch (atemberaubend im Winter)
  • Süd-Reykjavík: Museen, Hallgrímskirkja, Harpa

Nicht empfehlenswert:

  • Ringstraße komplett (Ostabschnitte können tagelang gesperrt sein)
  • F-Straßen (geschlossen)
  • Ausgedehnte Wanderungen ohne Winter-Bergsteigerausrüstung

Budget für Januar

Januar ist der günstigste Reisemonat nach Februar.

  • Flüge: 20–40% günstiger als Sommer
  • Unterkünfte: ISK 18.000–32.000/Nacht Doppelzimmer (Guesthouse)
  • Mietwagen: ISK 10.000–18.000/Tag (2WD), ISK 20.000–40.000/Tag (4WD)
  • Eishöhlen-Tour: ISK 14.000–22.000/Person
  • Nordlichter-Tour: ISK 8.900–15.000/Person

Sicherheitshinweise für Januar

  • Sturmwarnungen ernst nehmen: Bei Orange-Warnung alle Ausfahrten absagen
  • road.is täglich prüfen: Straßensperrungen häufig im Januar
  • 112 Iceland App: Immer aktiviert, GPS eingeschaltet lassen
  • Fahrerfahrung: Winterfahren auf Island unterscheidet sich stark von mitteleuropäischen Winterbedingungen – vereiste Brücken, Schneetreiben, Aquaplaning

Januar ist kein Monat für unerfahrene Winterfahrer ohne Vorbereitung.

→ Nordlichter-Touren buchen

Wo übernachten im Januar

Reykjavík: Hotel Borg (Pósthússtræti) ist eine zentrale 4-Sterne-Option mit ruhigen Wintersaison-Preisen von ca. ISK 25.000–35.000 pro Nacht (Stand 2026). Budgetreisende sind beim Kex Hostel (Skúlagata) gut aufgehoben, ab ca. ISK 5.500 pro Schlafsaalplatz.

Südküste: Hotel Rangá bei Hella liegt unter einem der dunkelsten Himmel im Südwesten – ideal zur Nordlichterbeobachtung von der Terrasse aus. Ab ca. ISK 45.000 pro Nacht in der Nebensaison (Stand 2026).

Akureyri: Icelandair Hotel Akureyri (Þingvallastræti) ist das zentrale Vollservicehotel der Nordstadt, ab ca. ISK 20.000 pro Nacht im Januar.

Wo essen im Januar

In Reykjavík serviert Sægreifinn (Der Meeresbaron, Geirsgata 8) die berühmteste Hummerkrabbensuppe der Stadt für ca. ISK 2.200 – unkompliziert und lohnenswert. Für ein vollständiges Abendessen empfiehlt sich Íslenski Barinn (Ingólfsstræti) mit traditionellen isländischen Gerichten wie Lammsuppe und Skyr-Kuchen; Hauptspeisen ab ca. ISK 3.500–5.500 (Stand 2026).

In Akureyri bietet Strikið (Skíðaból 14) gehobene isländische Küche mit Panoramablick auf die Stadt; Hauptspeisen ab ca. ISK 4.500.


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