Die Askja Caldera liegt tief im isländischen Hochland, rund 190 km nordöstlich von Reykjavík. Sie gehört zu den eindrucksvollsten Vulkanlandschaften Islands und ist nur in den Sommermonaten zugänglich – typischerweise von Juli bis September. Die Kombination aus Vulkankratern, einem großen Calderasee und dem türkisfarbenen Viti-Explosionskrater macht Askja zu einem der lohnendsten Ziele abseits der Ringstraße.
Viti-Krater und Öskjuvatn
Der Viti-Krater ist der bekannteste Teil des Gebiets. Der Name bedeutet auf Isländisch „Hölle” – wenig überraschend, wenn man das tiefblaue Wasser des Explosionskraters sieht. Der Krater entstand bei einer Eruption im Jahr 1875, die damals den Osten Islands mit Asche bedeckte und viele Isländer zur Auswanderung nach Kanada zwang.
Bis 2024 war das Baden im Viti-Krater möglich. Aus Sicherheitsgründen – der Boden ist instabil – ist das Schwimmen mittlerweile offiziell verboten. Die Aussicht auf den Krater und den angrenzenden Öskjuvatn-See bleibt spektakulär.
Öskjuvatn ist mit einer Fläche von etwa 12 km² und einer Tiefe von bis zu 220 m Islands tiefster See. Er füllt die Hauptcaldera der Askja, die bei einer Eruption 1875 entstand.
Anreise: Nur mit Super Jeep oder geführter Tour
Askja liegt im isländischen Hochland auf dem F-Road-Netz (Piste F88). Normale Mietwagen – einschließlich kleinerer SUVs – sind für F-Roads nicht zugelassen und nicht ausreichend. Für die Anreise gibt es zwei Optionen:
Geführte Super-Jeep-Touren ab Mývatn: ca. ISK 24.000–32.000 pro Person, Tagesausflug mit Mittagsstopp und Führung. Mývatn liegt rund 50 km von Askja entfernt.
Geführte Touren ab Akureyri: ca. ISK 28.000–38.000 pro Person, längerer Transfer. Akureyri liegt ca. 180 km entfernt.
Mehrere Anbieter fahren regelmäßig von Mývatn aus: Saga Travel und Geosea Mývatn bieten reguläre Departures an. Buchung vorab empfohlen – die Touren sind in der Hochsaison oft ausgebucht.
Beste Reisezeit
Die F88-Piste öffnet in der Regel Anfang Juli und schließt wieder im September, sobald Schnee und Eis die Pisten unpassierbar machen. Der ideale Zeitraum ist Juli und August – dann sind die Tage lang, die Pisten offen und das Hochland relativ trocken. Wetter im Hochland kann sich schnell ändern; Schichtkleidung und Regenschutz sind Pflicht.
Was vor Ort erwartet
Die Wanderung von der Parkanlage zum Viti-Krater beträgt ca. 20–30 Minuten auf einem gut markierten Pfad. Das Gelände ist vulkanisch und uneben; festes Schuhwerk ist notwendig. Der Abstieg in den Krater selbst ist seit dem Badeverbot nur noch bis zum Rand möglich.
Gibt es keine Infrastruktur vor Ort: keine Toiletten, keine Verpflegung. Touren haben in der Regel einen Stoppplatz auf der Strecke (Dreki-Hütte).
Praktische Hinweise
- Mitbringen: Wasser (mindestens 1,5 l), Snacks, Regenjacke, Sonnencreme
- Bärenstark ausgestattete Schuhe oder Wanderstiefel empfohlen
- Handyempfang: praktisch keiner im Hochland
- Offizielle Wetterdienste auf en.vedur.is und Safetravel.is prüfen, bevor ihr aufbrecht