Vegan in Island: Der vollständige Reiseführer

· 2 min read Vegan Guide
Brot mit Aufstrich im Restaurant Við Voginn, Djúpivogur, Island

Island hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich veganer-freundlicher entwickelt. Reykjavík bietet mehrere dedizierte vegane Restaurants und plant-based Menüoptionen in vielen Cafés. Außerhalb der Hauptstadt wird es schwieriger – aber mit der richtigen Vorbereitung ist veganes Reisen auf der ganzen Insel möglich.

Vegane Optionen in Reykjavík

Reykjavík ist eindeutig der beste Ort für pflanzliche Ernährung in Island. Mehrere Restaurants sind vollständig oder überwiegend vegan:

Kaffi Vinyl (Hverfisgata 76): Vollständig veganes Café und Restaurant, eines der bekanntesten seiner Art in Reykjavík. Das Menü wechselt regelmäßig; nachmittags Snacks, abends vollständige Menüs. Hauptgänge ca. ISK 2.500–3.500.

Garðurinn (Klapparstígur 37): Kleines, ruhiges veganes Café mit einem festen Mittagsmenü täglich. Günstig im Reykjavíker Vergleich: Menü ca. ISK 1.800–2.200. Beliebt bei Einheimischen.

Gló (mehrere Standorte): Gesundheitsorientiertes Restaurant mit großem veganen und vegetarischen Angebot. Salate, Bowls und warme Gerichte. ISK 2.000–3.500 pro Mahlzeit.

Vegane Optionen außerhalb von Reykjavík

Je weiter ihr von Reykjavík entfernt seid, desto mehr Eigenverantwortung ist nötig.

Akureyri: Islands zweitgrößte Stadt hat einige Restaurants mit veganen Optionen. Supermarkt Bónus und Krónan sind vorhanden. Katrín Café und Kaffi Ilmur bieten gelegentlich vegane Tagesgerichte an.

Südküste: Auf der Route entlang der Ringstraße (Vik, Kirkjubæjarklaustur, Höfn) sind vegane Restaurantoptionen sehr begrenzt. Eigenversorgung via Supermarkt ist realistischer.

Westfjorde und Hochland: Praktisch keine veganen Restaurantoptionen. Wer die Westfjorde bereist, sollte Vorräte aus Reykjavík oder Akureyri mitnehmen.

Supermarkt-Optionen

Isländische Supermärkte haben sich verbessert. Bei Bónus, Krónan und Hagkaup findet ihr:

  • Hafer-, Soja- und Mandelmilch
  • Tofu (meist Firma Alpro oder lokale Marken)
  • Hummus und Kichererbsen
  • Vollkornbrot und Sauerteig
  • Haferflocken, Nüsse, Trockenfrüchte
  • Tiefkühlgemüse (günstigste Option für Protein)
  • Skyr (vegan, wenn pflanzlich – prüft die Zutatenliste; normaler Skyr enthält Milch)

Bónus ist der günstigste Supermarkt (erkennbar am rosa Schwein-Logo) und in den meisten isländischen Städten vorhanden. Kósam und Hagkaup haben ein breiteres Sortiment an pflanzlichen Produkten, sind aber teurer.

Restaurants außerhalb Reykjavíks: Strategie

In einem normalen isländischen Restaurant ohne vegane Optionen gibt es häufig:

  • Beilagen-Strategie: Pommes, Gemüse, Salatbeilagen, Brot
  • Gefragt werden kann nach Pastagerichten oder Nudelsuppen ohne Fleisch
  • Nachfragen nach dem Koch ist normal und wird meist respektiert

Isländisch für Veganer: „Ég er vegan” (Ich bin Veganer). „Er þetta vegan?” (Ist das vegan?).

Reisen mit eigenem Proviant

Für Ringstraßen-Reisen und Hochlandausflüge empfiehlt sich:

  • Haferflocken + Pflanzenmilch in Tetrapacks
  • Trockenfrüchte und Nüsse
  • Hummus + Reiswaffeln oder Knäckebrot
  • Erdnussbutter
  • Tiefkühl-Edamame (in Kühltaschen haltbar für Tagesausflüge)

Mit einem Mietwagen und einem kleinen Reisekocher (Campinggas oder elektrisch) ist vegane Eigenversorgung auf der gesamten Ringstraße gut möglich.

Kosten

Veganes Essen in Reykjavíker Restaurants: ISK 2.000–4.000 pro Mahlzeit. Supermarkteinkauf: ISK 1.500–2.500 pro Tag für Selbstverpflegung. Insgesamt günstiger als Fleisch- und Fischrestaurants – wenn ihr in Reykjavík bleibt und selbst kocht.

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