Geothermische Pools in Island: Von kostenlos bis luxuriös

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Dampfende geothermische Pools in Island umgeben von moosigen Lavafelsen bei Sonnenuntergang

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Geothermische Pools sind in Island allgegenwärtig – das Land sitzt auf einem der aktivsten Vulkansysteme der Welt, und natürlich erhitztes Wasser sprudelt aus dem Boden in fast jeder Region. Vom kostenlosen Naturpool am Wegesrand bis zum luxuriösen Spa-Erlebnis: Island bietet für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel die passende Option.

Warum sind Pools so wichtig in Island?

Schwimmbäder und geothermische Pools (sundlaugar) sind ein zentraler Teil der isländischen Kultur. Familien, Freunde und Kollegen treffen sich im heißen Pot, tauschen Neuigkeiten aus und entspannen nach der Arbeit. Fast jede isländische Stadt – egal wie klein – hat ein Freibad mit heißen Töpfen, das vom Gemeindewasser gespeist wird. Eintritt oft unter ISK 1.000.

Die bekanntesten geothermischen Pools Islands

Mývatn Nature Baths (Naturlaugar Mývatn)

Der Nordboden Islandes hat sein eigenes geothermisches Paradies: Die Mývatn Nature Baths liegen im Norden der Insel, ca. 90 km südöstlich von Akureyri. Die Lagune ähnelt der Blauen Lagune – milchig-blaues Wasser, mineralreich, ca. 36–40 °C – aber bei einem Bruchteil der Touristenzahlen.

  • Eintritt: ca. ISK 6.500 Erwachsene (Stand 2026)
  • Öffnungszeiten: täglich, auch in der Hochsaison (check vor Reise: myvatnnaturebaths.is)
  • Vorausbuchung: empfehlenswert, aber keine Pflicht wie bei der Blauen Lagune
  • Besonderheit: Im Sommer gibt es gelegentlich Mitternachtssonne-Badesessions – ein unvergessliches Erlebnis

Krauma Geothermal Baths

Krauma liegt in Reykholt im Borgarfjörður-Tal, ca. 90 km nordöstlich von Reykjavík. Das Wasser stammt aus einer der heißesten Quellen Islands (Deildartunguhver, 97 °C) und wird auf Badetemperatur heruntergekühlt. Sechs Becken, darunter auch ein Kalt-Pool und eine Sauna.

  • Eintritt: ca. ISK 3.500–5.500 (Sauna optional)
  • Atmosphäre: modern, geringer Tourismusdruck, hervorragende Qualität
  • Kombination: Passt gut auf Ausflüge in den Borgarfjörður oder zu den Snæfellsnes-Halbinsel

Seljavallalaug – Kostenloser Naturpool

Seljavallalaug ist einer der ältesten Swimmingpools Islands (erbaut 1923) und liegt in einem dramatischen Tal ca. 15 km östlich der Seljalandsfoss-Fälle. Der Pool ist kostenlos zugänglich und wird vom natürlichen Geo-Thermalwasser gespeist.

  • Eintritt: kostenlos
  • Anreise: 15-minütiger Fußweg über einen Schotterpfad (auch im Winter begehbar)
  • Wassertemperatur: ca. 25–30 °C (kühler als kommerzielle Pools)
  • Ausstattung: Eine einfache Umkleidekabine; keine Infrastruktur vor Ort
  • Tipp: Frühmorgens gehen (meist menschenleer), Abfälle selbst mitnehmen

Secret Lagoon (Gamla Laugin), Flúðir

Die „Geheime Lagune” in Flúðir ist der älteste offiziell betriebene Pool Islands (seit 1891) und eine rustikalere Alternative zur Blauen Lagune. Kleine Geysire brodeln am Rand, moosige Lavafelsen umgeben das natürliche Becken.

  • Eintritt: ca. ISK 3.500 Erwachsene
  • Lage: Flúðir, ca. 120 km östlich von Reykjavík, gut kombinierbar mit dem Goldenen Kreis
  • Atmosphäre: weniger touristisch, naturnaher als die Blaue Lagune

Laugarvatn Fontana

Direkt am Þingvallavegur-See nahe Laugarvatn gelegen, kombiniert Fontana geothermische Bäder mit natürlichem Dampf aus den Geysiren am Seeufer. Lavabrote werden im heißen Untergrund gebacken – ein isländisches Kulinarik-Erlebnis inklusive.

  • Eintritt: ca. ISK 4.990 Erwachsene
  • Lage: Am Goldenen Kreis, 75 km von Reykjavík
  • Öffnungszeiten: täglich

Öffentliche Schwimmbäder in Reykjavík

Für ein echtes Einheimischen-Erlebnis besucht die städtischen Pools:

  • Laugardalslaug – größtes Freibad der Stadt, mehrere Heißtöpfe, Wasserrutschen, Außen- und Innenpools. Eintritt ca. ISK 1.100 Erwachsene.
  • Vesturbæjarlaug – beliebt bei Einheimischen, ruhiger als Laugardalslaug
  • Sundhollin – historisches Art-Déco-Bad im Zentrum

Diese öffentlichen Bäder sind der günstigste Weg, Island zu erleben wie ein Isländer.

Verhaltensregeln in isländischen Pools

  • Duschen ohne Badekleidung ist Pflicht vor dem Eintauchen – Mitarbeiter kontrollieren dies
  • Ruhiger Ton in den heißen Töpfen (das ist ein Ort der Entspannung, kein Partybereich)
  • Kinder dürfen in die meisten heißen Töpfe (sofern nicht als „18+“-Zone gekennzeichnet)
  • Mobiltelefone und Kameras nur mit Zustimmung anderer Badegäste nutzen
  • Schmuck ablegen (Chemikalien und Mineralien können Metalle beschädigen)

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