Isländische Meeresfrüchte: Langustinen, Kabeljau und Heilbutt

· 3 min read Food & Drink
Frische isländische Langustinen auf einem Holzbrett am Meer

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Island ist eine Fischereinationation mit einem der produktivsten Meeresgebiete der Welt. Die Kombination aus kaltem, nährstoffreichem Nordatlantikwasser und verantwortungsvollen Fischereipraktiken macht isländische Meeresfrüchte zu einem Aushängeschild der Küche. Wer in Island Fisch und Meeresfrüchte isst, isst oft von Fang des gleichen Tages.

Langustinen – Islands Juwel

Isländische Langustinen (humar auf Isländisch, oft fälschlicherweise als „isländischer Hummer” vermarktet) sind das begehrteste Meeresprodukt Islands. Die Tiere werden hauptsächlich im Suðurlón-Fjord nahe Höfn im Südosten gefangen und gelten als besonders süßlich und zart.

Höfn – die Langustinen-Hauptstadt: Die kleine Stadt am Rand von Vatnajökull ist die Hochburg der isländischen Langustinen-Küche. Restaurants wie Pakkhús servieren Langustinen in allen Varianten – gegrillt, in Suppe, mit Knoblauchbutter, als Tapas.

  • Preis in Höfn: ISK 4.000–7.000 für ein Langustinen-Hauptgericht (Stand 2026)
  • Preis in Reykjavík: ISK 5.500–9.000 – deutlich teurer wegen Transportkosten

Das Langustinenfest (Humarhátíð) in Höfn findet jedes Jahr Ende Juni statt – ein Volksfest rund ums Meer mit Konzerten, Verkostungen und Bootstouren.

Kabeljau – der klassische isländische Fisch

Isländischer Kabeljau (þorskur) ist weltweit gefragt. Island ist einer der größten Kabeljau-Exporteure, und einheimische Restaurants servieren ihn in vielen Varianten:

  • Fisch und Chips: Nicht isländisch in der Tradition, aber überall in Reykjavík als günstige Mahlzeit verfügbar (ISK 2.500–3.500)
  • Gebratener Kabeljau: In gehobenen Restaurants mit isländischen Beilagen (ISK 4.000–6.500)
  • Þorramatur (traditionelles Wintermahl): Getrockneter Kabeljau (harðfiskur) ist ein traditioneller Snack – wird pur gegessen oder mit Butter bestrichen. In Supermärkten erhältlich.

Harðfiskur (getrockneter Fisch) ist ein typisches isländisches Alltagsprodukt – leicht, eiweißreich, intensiv im Geschmack. Am Flughafen gibt es ihn als Souvenir in Vakuumpackungen.

Heilbutt und andere Weißfische

Heilbutt (lúða) ist auf isländischen Speisekarten regelmäßig präsent. Fester, weißer Fisch mit mildem Geschmack, der gut zu Zitronen-Butter-Saucen passt. Preis: ISK 4.500–7.500 pro Portion.

Wolfsbarsch (karfi) und Zander (lúðukarfi) sind weniger bekannt, aber in guten Fischrestaurants erhältlich.

Lachs und Forelle

Isländischer Wildlachs ist eine Delikatesse – echter Wildlachs aus isländischen Flüssen ist sehr teuer und selten. Die meisten Restaurants servieren Zuchtlachs, was weniger aufregend ist. Geräucherter Lachs (reyktur lax) ist als Vorspeise und auf Sandwiches beliebt.

Arktische Saibling (bleikja): Dieser Fisch aus isländischen Gebirgsgewässern hat einen feinen, süßlichen Geschmack und ist eine Alternative zu Lachs. In guten Restaurants, besonders außerhalb von Reykjavík, zu finden.

Wal – eine kontraverse Wahl

Walfleisch steht in manchen isländischen Touristenrestaurants auf der Karte. Der isländische Walfang ist international umstritten und wird von vielen Naturschutzorganisationen kritisiert. Walbeobachtungstouren-Anbieter bitten Touristen explizit, keinen Wal zu essen, da die Industrie dem Tourismus schadet.

Wir weisen darauf hin, dass diese Entscheidung beim Besucher liegt, aber bitten um Informiertheit.

Beste Restaurants für Meeresfrüchte

Reykjavík:

  • Messinn: Fischpfannen-Spezialist, sehr beliebt (ISK 4.000–6.500)
  • Sægreifinn (The Sea Baron): Bodenständige Hummer-Suppe direkt am Hafen (ISK 1.500–2.500) – einer der günstigsten Orte für echte isländische Meeresfrüchte
  • Fiskmarkaðurinn (Fish Market): Upscale, asiatisch-isländische Fusion mit Meeresfrüchten

Außerhalb Reykjavík:

  • Pakkhús in Höfn: Beste Langustinen des Landes
  • Gamla Höfnin in Húsavík: Frischer Nordseefisch direkt im Fischereihafen
  • Við Pollinn in Ísafjörður: Beste Meeresfrüchte in den Westfjorden

Fischmarkt und Supermarkt

Im Kolaportið-Flohmarkt in Reykjavík (am Wochenende) gibt es frischen und geräucherten Fisch zu günstigen Preisen. Bónus und Krónan haben gute Fischabteilungen für Selbstkocher.

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