Vulkane auf Island: Die wichtigsten Standorte und was ihr wissen müsst

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Person beobachtet Fagradalsfjall-Vulkanausbruch mit Lavastrom, Reykjanes-Halbinsel, Island

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Island liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und ist vulkanisch aktiver als jedes andere Land Europas. Rund 30 aktive Vulkansysteme existieren auf der Insel. Einige sind durch Touren zugänglich, andere sind gefährlich oder unzugänglich. Hier sind die Vulkanstandorte, die ihr besuchen könnt.

Fagradalsfjall – Reykjanes-Halbinsel

Der Fagradalsfjall auf der Reykjanes-Halbinsel brach erstmals 2021 nach 800 Jahren Schlaf aus. Seitdem gab es mehrere Eruptionsphasen (2022, 2023, 2024). Das Gebiet ist beliebt, weil es nur ca. 40 km von Reykjavík liegt.

Wenn der Vulkan aktiv ist, ist der Zugang über eine markierte Wanderroute ab dem Parkplatz Fagradalsfjall möglich (ca. 4 km hin und zurück, 2–3 Stunden). Wenn er inaktiv ist, kann man die erstarrten Lavafelder und die neu geformte Landschaft besichtigen. Zugang ist kostenlos; Parkgebühr ca. ISK 1.000. Die Behörden können das Gebiet bei gefährlicher Aktivität sperren – immer aktuelle Informationen auf safetravel.is prüfen.

Askja – Zentrales Hochland

Die Askja Caldera ist einer der eindrucksvollsten Vulkankrater Islands. Sie liegt im Hochland, ca. 190 km nordöstlich von Reykjavík, und ist nur per Super Jeep oder geführter Hochlandtour erreichbar (ISK 24.000–38.000 ab Mývatn oder Akureyri). Die Saison ist auf Juli–September beschränkt (Hochlandpisten geschlossen im Winter).

Der Viti-Explosionskrater (1875) füllt sich mit türkisfarbenem Wasser; der Öskjuvatn-See ist mit 220 m Tiefe Islands tiefster See.

Snæfellsjökull – Snæfellsnes-Halbinsel

Der Snæfellsjökull ist ein Stratovulkan unter einem Gletscher – bekannt aus Jules Vernes Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde”. Letzte Eruption war vor ca. 1.800 Jahren. Er ist Teil des Snæfellsjökull-Nationalparks.

Geführte Gletscherwanderungen auf den Snæfellsjökull sind möglich (ISK 12.000–18.000). Das Gipfelpanorama reicht bei klarem Wetter bis Reykjavík.

Hekla

Hekla ist Islands aktivster Vulkan – er brach zuletzt 2000 aus. Derzeit scheint er sich auf einen neuen Ausbruch vorzubereiten (laut geophysikalischen Daten). Das Besteigen von Hekla ist offiziell nicht verboten, wird aber von den isländischen Behörden stark abgeraten, da ein Ausbruch ohne Warnung stattfinden kann.

Hekla liegt ca. 150 km östlich von Reykjavík.

Sicherheitshinweise

  • Aktive Eruptionen: Niemals ohne aktuelle Informationen von safetravel.is nähern
  • Gase: Bei Lavaspalten können giftige Schwefeldioxid-Konzentrationen auftreten – Windrichtung beachten
  • Gletschervulkane: Das Schmelzwasser kann ohne Vorwarnung zu Gletscherläufen (Jökulhlaup) führen
  • Handyempfang: Im Hochland meist nicht vorhanden; Kommunikation vorbereiten (Satellitentelefon bei Hochlandtouren)

Touren und Zugang

Für Fagradalsfjall gibt es keine Pflichtführung, aber geführte Vulkantouren ab Reykjavík (ISK 12.000–22.000) sind für Orientierung hilfreich. Für Hochlandvulkane (Askja, Herðubreiðartögl) sind Super-Jeep-Touren mit lokalem Guide die einzige praktische Option.

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